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International Floating Rate Notes Exchange (IFEX) startet

2. Juni 2008, Hofheim am Taunus

TASS Wertpapierhandelsbank etabliert neues Kursinformationssystem

Wer auf dem Markt für variabel verzinsliche Wertpapiere (Floater) agiert, sucht oft vergeblich nach marktgerechten Preisen, die auf tatsächlich getätigten Handelsaktivitäten beruhen. Das macht die Bewertung von Beständen und Portfolios schwierig und lässt die MiFiD-entsprechende Preisfindung zu einem Glücksspiel werden.

Es ist längst ein offenes Geheimnis, dass die von der Deutschen Börse und den internationalen Börsen in Madrid, London, Mailand, Paris oder Luxemburg gestellten Floating-Rate-Note-Preise in keiner Weise marktgerecht sind. Und auch die etablierte Wertpapier-Mitteilungen, der Telekurs oder andere Preisquellen bieten den Händlern keine bessere Orientierung. Zwar werden Floater an den Börsen gelistet, eine echte Kurspflege findet aber, aufgrund des oftmals geringen Ordervolumens, nicht oder nur unzureichend statt. So fristet dieses wichtige Produkt in vielen Fällen ein Schattendasein an den internationalen Börsenplätzen.

Kursabweichungen von bis zu 40 Cent und mehr sind bei nahezu allen Preisquellen keine Seltenheit. Die Kurse sind nicht nur falsch, sondern auch völlig unglaubwürdig.

Selbstverständlich sollte sich der Markt bei der täglichen Preisfindung an den Handelsaktivitäten in großen Volumina orientieren, um wirklich aktuelle Tendenzen abzubilden und marktkonforme Preise zu veröffentlichen. Stattdessen ziehen gerade die Kursmakler an den Börsen zum großen Teil Kleinordergeschäfte zur Kursfeststellung heran und verfälschen damit, gemessen am absolut getätigten Handelsvolumen, die Kurse dramatisch.

Groß ist die Verärgerung an den Handelstischen. Die Diskussion, ob der veröffentlichte Preis einer Kleinorder bis zu einer Stückelung von 50.000 Euro ausschlaggebend sein sollte und Fonds daraufhin Milliardenbestände mit falschen Kursen bewerten müssen, will hier wirklich niemand mehr führen.

In der gängigen Praxis müssen Anleger, die Kleinstbeträge in Floater investieren, mit gravierenden Ab- oder Aufschlägen rechnen. Die durch diese Handelsaktivitäten erzielten Preise verfälschen selbstverständlich massiv die Kurse und bilden in keiner Weise das tatsächliche Marktniveau ab. Doch zumindest in den Fond-Portfolios sollten marktgerechte Preise zur Bewertung herangezogen werden, nicht zuletzt, um den Risk-Controlling-Abteilungen das korrekte Marktgefüge aufzuzeigen.

Der Floatemarkt braucht dringend eine Bewertungsquelle mit marktgerechten Preisen, um glaubwürdig zu bleiben und das Vertrauen der Anleger in dieses zinsdefensive und vielfältig nutzbare Produkt nicht zu zerstören.

Diesem Anspruch werden wir mit der von uns konzipierten und vor dem Start up stehenden International Floating Rate Notes Exchange (IFEX) gerecht. Wir bieten Preise auf Grundlage der aktuelle Kauf- und Verkaufssituation, als Spiegel der realen Marktgegebenheiten. Wir werden dem Floating Rate Notes Markt eine echte Bewertungsquelle mit marktgerechten Preisen bieten.

Zunächst als reines Kursinformationssystem konzipiert, wird die IFEX als unabhängige Preisquelle alle €-FRN-Preise auf Bloomberg und Reuters in Form eines elektronischen Kursblattes publizieren. Im Gegensatz zu den bislang existierenden Systemen beruhen die IFEX-Preise auf aktuellen Umsätzen, tatsächlichen Kundenorders und den aktuellen Marktbegebenheiten. Quelle der Preisstellung sind die tatsächlichen Orderaktivitäten von weltweit ca. 490 Banken, die einen exzellenten Marktquerschnitt bieten.

Die Teilnahme und Nutzung der IFEX- Seiten steht nach Freischaltung allen bisherigen und aktiven Kunden der TASS Wertpapierhandelsbank zur Verfügung.