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Die Börse in Sydney hat mehr zu bieten als Rohstoffe

Auszug aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 8. April 2010
Von Alexander Armbruster, Frankfurt

Eitel Sonnenschein: Die Hausse am australischen Aktienmarkt läuft. Der Leitindex S&P/ASX 200, der die zweihundert größten börsennotierten australischen Unternehmen abbildet, kletterte zuletzt auf über 4960 Punkte. Im März des vergangenen Jahres, als infolge der Finanzkrise die wichtigsten Börsenindizes auf der ganzen Welt abstürzten, handelte er noch auf einem Niveau von rund 3600 Punkten.

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Wenn es um Australien geht, sind Rohstoffe aber nur das eine. Banken sind das andere. Zu den zehn größten Börsenwerten zählen die Commonwealth Bank of Australia, die Australia and New Zealand Banking Group, die National Australia Bank und Westpac. „Der australische Bankenmarkt ist ein enges Oligopol, was alle vier Institute mit einer entsprechenden Marktmacht ausstattet“, sagt Nikolaus Poehlmann, Portfoliomanager der Fondsgesellschaft DWS. Das mache australische Banken vergleichsweise profitabel. Ihr ins Verhältnis zum Vermögen gesetzter Gewinn betrage rund 1 Prozent, in den Vereinigten Staaten seien es dagegen zwischen 0,5 und 1 Prozent, in Frankreich 0,35 Prozent.

Die Bankenbranche hat die Finanzkrise glimpflich überstanden. Und auch momentan haben die Institute offenbar keine Probleme, sich in allen möglichen gewünschten Formen zu refinanzieren. „Die Nachfrage nach unbesicherten australischen Bankanleihen ist unvermindert hoch”, sagt Carsten Ringler, Geschäftsführer der auf variabel verzinsliche Anleihen spezialisierten TASS-Wertpapierhandelsbank. Allein: Auch für australische Bankaktien gilt, dass ihre Kurse innerhalb eines Jahres bereits stark gestiegen sind. Wer überlegt, darin Geld anzulegen, sollte davon ausgehen, dass sich die Hausse wahrscheinlich nicht im selben Tempo fortsetzen wird.

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